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Omega-Säule oder Seins und Jenseitssparplan
Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben. Man zündet auch nicht ein Licht an und stülpt ein Gefäß darüber, sondern man stellt es auf den Leuchter; dann leuchtet es allen im Haus. So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen. (Mt5.13-16)
Wir hier in Mitteleuropa leben in leuchtenden Städten. So ging es mir als ich von Afrkia in die Schweiz zurück flog und die vielen Lampen und Lichter unserer schönen Städte sah. Wir dürfen in einem Land leben in dem wirklich Milch und Honig fliest, wo es Wasser, Strom, Arbeit, Bildung, Kultur und viel Chancen zur Verwirklichung menschlichen Daseins gibt. Das Licht auf den Leuchter stellen heisst, sich dieser Fülle bewusst zu sein, sich daran zu freuen und so auch dem Licht Raum zu geben. Wer im Licht steht sieht auch jene die noch im Dunkeln sitzen und sucht mit ihnen Wege wie sie am Licht teilhaben können. Der Schein des Lichtes der „guten Werke“ lässt auch unser eigenes Leben heller werden. Nebenbei eröffnet uns dieser Einsatz ungeahnte Perspektiven und Möglichkeiten durch die Begegnugen mit andern Menschen, besonders mit jenen deren Licht durch Not und Armut kaum Kraft zum Leuchten findet. Jeder Strahl unserer verschenkten Nächstenliebe ist Ausdruck der Dankbarkeit und der Hoffnung. Sie stehen für unsern Glauben an einen liebenden Gott. In unserem verschenkten Licht strahlt die Liebe Gottes auf.
Ein solches gutes Werk ist das S-Tau-See Projekt in Baskudre (Burkina-Faso). Es ist Hilfe zur Selbst-Hilfe. Eine ganze Region, hat durch dieses Projekt die Chance über das ganze Jahr hindurch genug Wasser zu haben. Der Grundwasserspiegel stabilisiert sich, das Vieh hat zu trinken und es gibt genug Wasser, um die Felder zu bewässern. Letztlich schaft dieses naturverträgliche Regenrückhaltebeken für eine Million Kubikmeter Wasser Arbeit und Hoffnung.
Burkina-Faso eines der ärmsten Länder der Welt, welches 2003 ein Brutosozialprodukt von ca. 40 Euro hatte, ist angewiesen auf unsere Solidarität. Diese Menschen und ihre existentielle Not haben mich zutiefst berührt. Auf der Suche nach Mitteln für den Bau diese S-Tau-See sind einige kreative Ideen entstanden.
Eines meiner liebsten Mitfinanzierungsprojekte ist die Omega Säule oder die Seins und Jenseitssparplan. Zwar kann man den Himmel nicht kaufen, er bleibt ein Geschenk und jeder der jetzt schon ein Stück Himmel in sich trägt schenkt gerne weiter.
Alle sprechen von Altersvorsorge, die erste Säule ist die AHV, die zweite Säule die Pensionskasse und die dritte Säule die private Altersvorsorge, von Geldanlagen in Aktien, Wertschriften usw…. Es sind Vorsorge-Schätze, für eine Zeit die wir nicht einmal sicher erleben werden. Die wirtschaftliche Unsicherheit kann unsere Vorsorge theoretisch schneller verschwinden lasse als es uns lieb wäre.
Schon vor 2000 Jahren wusste man, das Wertpapiere, Geld, Gold und andere materilelle Güter sehr vergänglich sind. So schreibt der Evangelist Matthäus:
„Sammelt euch nicht Schätze hier auf der Erde, wo Motte und Wurm sie zerstören und wo Diebe einbrechen und sie stehlen, sondern sammelt euch Schätze im Himmel, wo weder Motte noch Wurm sie zerstören und keine Diebe einbrechen und sie stehlen. Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz. (Mt 6.19-21)
In diesem Zusammenhang verstehen wir auch die Omega-Säule und der Seins und Jenseitssparplan. Es ist die Vorsorge für "Danach", für die andere Seite, für den Himmel. Dieses „Danach“ beginnt aber nicht einfach nach dem Tod, sondern es beginnt im Jetzt. Es ist die Vorsorge für das Jenseitige welches im “ inneren Menschen“ aufleuchtet. Der innere Mensch entspringt aus dem Sein, wird aber auch vom Tun her geprägt. Durch das Investieren in die Omega-Säule oder durch einen Seins und Jenseitssparrplan, kann die andere Seite unseres Ichs bewusster aufleben.
Wie man dieses Konto am Besten aufbaut hatte schon Jesus umschrieben.
Wenn du Almosen gibst, soll deine linke Hand nicht wissen, was deine rechte tut. (Mt.6.3)
Die Investition in die die Omega-Säule oder in den Seins und Jenseitssparplan
soll möglichst diskret sein, sonst bewegen wir uns zu schnell im Tun und
Handeln, aber kaum im Sein. Das Sein des innern Menschen, welches seinem Wesen
nach selbstlos ist, erwacht in dem Masse, in dem wir selbstlos zu Handeln
beginnen. Wer so aus dem selbstlosen Sein zu schenken beginnt, erlebt welch
wunderbares Mittel das Almosen ist.
Das wir die Freude des Schenkens bewahren, gibt Jesus uns einen wichtigen Tipp.
„Hütet euch, eure Gerechtigkeit vor den Menschen zur Schau zu stellen; sonst habt ihr keinen Lohn von eurem Vater im Himmel zu erwarten. Wenn du Almosen gibst, laß es also nicht vor dir herposaunen, wie es die Heuchler in den Synagogen und auf den Gassen tun, um von den Leuten gelobt zu werden. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten. Wenn du Almosen gibst, soll deine linke Hand nicht wissen, was deine rechte tut. Dein Almosen soll verborgen bleiben, und dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten. (Mt 6.1-4)
Das Vergelten des Vaters der ins Verborgene sieht, geschieht nicht erst nach dem Tod, sondern es ereignet sich in der Interaktion des äusseren und inneren Menschen im Jetzt. Es ist nicht nur das selbstlose Almosen, das den innern Menschen wachsen lässt. Der ungerechte Mammon, wie Jesus das Geld nennt, kann uns dabei behilflich sein, das innere heitere Geheimnis des eigenen Seins tiefer zu erleben.
Ich sage euch: Macht euch Freunde mit Hilfe des ungerechten Mammons, damit ihr in die ewigen Wohnungen aufgenommen werdet, wenn es mit euch zu Ende geht. (Lk 16.9)
Manche erleben dieses „Aufgenommensein“ in die ewigen Wohnungen bereits im Hier und Jetzt, d.h. der innere Mensch des Seins ist erwacht. Wenn wir die Armen, die wir beschenkt haben als „Freunde“ gewinnen, dann können wir über den Tod hinaus hoffen. Dieser Gedanke hinkt zwar etwas, denn echte Freunde kann man nicht kaufen. Freunde werden wir in besonderer Weise, wenn wir unseren Nächsten auch in der Not unterstützen.
Wie das Jenseits aussieht, es ist schwer es in unsern Worten zu erklären. Aber vielleicht kann man es mit dem Abschnitt aus dem Johannesevangelium gut wieder geben. Ich glaube das unsere Omega-Säule oder unser Seins und Jenseitssparplan gut in solchen jenseitigen Wohnungen angelegt ist.
Glaubt an Gott, und glaubt an mich!
Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt: Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten? Wenn ich gegangen bin und einen Platz für euch vorbereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin.( Joh 14.1-14.3)
Was die Omega- Säule kostet:
Sie ist nicht von der Geldsumme, sondern von der eigenen Freiheit zu schenken,
abhängig. Ebenso gilt das gleichnis der Armen Witwe:
Trotzdem haben wir für die Omega - Säule unsere ganz eigene Mitverantwortung.
Jesus blickte auf und sah, wie die Reichen ihre Gaben in den Opferkasten legten. Dabei sah er auch eine arme Witwe, die zwei kleine Münzen hineinwarf. Da sagte er: Wahrhaftig, ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr hineingeworfen als alle anderen. Denn sie alle haben nur etwas von ihrem Überfluß geopfert; diese Frau aber, die kaum das Nötigste zum Leben hat, sie hat ihren ganzen Lebensunterhalt hergegeben. (Lk 21.1-4)
Wie macht man einen Seins und Jenseitssparplan?
Du überlegst dir wieviel du monatlich von Herzen und ganz Selbstlos z.B. auf das Konto für das S-Tau-See Projekt einbezahlen magst, gibst deiner eigenen Bank einen Zahlungauftrag und schon investierst du regelmässig in deinen Seins und Jenseitssparplan… Übrigens 1 Euro reicht für ca. 1 Kubikmeter Wasser. Der Apostel Paulus sagt uns in welcher Haltung wir schenken sollen…
Jeder gebe, wie er es sich in seinem Herzen vorgenommen hat, nicht verdrossen
und nicht unter Zwang; denn Gott liebt einen fröhlichen Geber.
(2 Kor 9.7)
Letztlich können wir nur glauben, dass die Omega - Säule oder der Seins und Jenseitssparplan einen echter Segen für jeden wird, der sich darauf einlässt. Die Bibel, der Koran und viele andere heilige Schriften der Religionen sprechen über Almosen. Denn das selbstlose und doch überlegte Schenken ist ein Wesenszug des „erwachten“ Menschen. Wenn der Innere Mensch erwacht ist, dann ist es auch Zeit, mit den „guten Werken“ an die Öffentlichkeit zu gehen… denn im Epheserbrief ruft Paulus jenen zu, die entdeckt haben, dass sie Kinder Gottes sind.
Seine Geschöpfe sind wir, in Christus Jesus dazu geschaffen, in unserem Leben die guten Werke zu tun, die Gott für uns im voraus bereitet hat. (Ep 2.10)
Wer an diesen Punkt gekommen ist, wird sehen wieviel Spass und Freude es macht an den guten Werken die „Gott“ vorbereitet hat mitzuwirken. Wichtig ist zu wissen, dass es dabei nicht nur um das Geld geben geht. Für viele ist die Zeit noch viel kostbarer, so kann ein Engagement für die Ärmsten, für die Hilfsbedürftigen, Einsammen, Kranken, Fremden, Gefangenen usw… eine echte Bereicherung werden. Zudem gehen viele wichtige Impulse für die persönliche und geistliche Entwicklung im Besonderen von solchen Begegnungen aus.
So lege ich euch unser grosses Projekt S-Tau-See ans Herzen. Lasst uns diesen Menschen mit ihresn Hoffnungen auf Wasser und Arbeit mit einer geziehlten Unterstützung begegenen. Freuen wir uns im Verborgenen an unserer Omega-Säule oder unserem Seins und Jenseistssprplan.
Pace e Bene das Tautropenteam Seraina, Br.Vittorio und Br.Benno-Maria
Ps. Auch die Omega – Säule und der Seins oder Jenseitssparplan kann von den Steuern abgezogen werden. Omega – Säule erinnert an die Offenbarung, wo Johannes Gott in einer Vision von sich sagen hört: Ich bin das Alpha und das Omega. Ebenso wird Christus in der Tradition mit dem Seienden oder dem Jenseitigen umschrieben… Wiederum ist das Jenseitige, das Seiende nach dem Tod und zugleich schon im Hier und Jetzt ganz da…