Als Kind wünschte ich Missionar zu werden… aber es kam alles anders. Vor einigen Jahren entdeckte ich zufällig im Status (das ist ein Buch in welchem alle Franziskaner und deren Aufgaben aufgeführt sind.) Da las ich, das ich Diakon bin, Guardian der Insel Werd und eben das ich der Missionar ad Gentes bin. Ich war überrascht, denn ich wusst nichts davon, dass ich Missionar ad Gentes sein sollte. Missionar ad Gentes heisst. Gesandter zu den Völkern. Als ich meinen Ordensoberen anrief und fragte was das soll, dass ich Missionar ad Gentes sei. Meinte er nur, das hätten sie nur für Rom hineingeschrieben, da von der Ordenszentrale verlangt wird, dass jede Provinz jemanden zum Missionar ad Gentes beauftragt… Na, dann werdet ihr mir wohl die Erlaubnis geben in diesem Bereich etwas zu machen. Klar, aber Geld haben wir keines um diese Aufgabe zu erfüllen… Das wird dann schon kommen. Bald ergab sich eine Gelegenheit, in Burkina-Faso eine Schreinerei aufzubauen, dabei begleitete mich meine ehemaliger Lehrmeister. Missionar ad Gentes heisst sozusagen die Verbindung zwischen den Völkern herzustellen. Auf dem Hintergrund des Evangeliums auch die Entwicklungshilfe, die sozialen, kulturellen Aufgaben zu fördern oder aufzubauen.
Schau auf www.tautropfen.ofm.li da findest du noch viel mehr Material etwas musst du auch noch selber machen…he. Da geht es darum die Solidarität zwischen den Völkern zu stärken. Hier davon zu erzählen, Spenden zu finden und dort die Projekte zu begleiten, finanzieren und eben auch das Evangelium zu verkünden
Da die Franziskaner in dieser Region von Brukina-Faso schon einige Zeit tätig sind, stehen viele Türen offen. Die Leute dort sind auch sehr neugierig offen für die Weise. Ja ich würde sagen die meisten lieben uns und freuen sich wenn wir kommen. Die Motivation ohne etwas zu tun etwas am Spendenkuchen abzuschneiden schwingt halt bei vielen mit und da muss ich auch immer wieder Menschen enttäuschen. Die Armut ist riesig und die gefahr, dass Menschen aus dem zukurzzukommen schnell neidisch sind ist riesig, aber eben da findet sich immerwieder einen Weg.
Kirchen stehen, Kirchen sind ausgestadtet, zwei Autos für Hilfstransprote fahren, Eine Kornbank funktioniert, die Schreinerei läuft, ein Kleinkreditinstitut macht ihre Arbeit und noch einige Sachen sonst. Manchmal läuft alles rund manchmal klemmt etwas. Aber diese Projekte hab nie nur ich gemacht, sondern da sind viele Menschen beteiligt, Spender, Mitarbeiter usw… ich schau einfach das die richtigen Fäden miteinander verknüpft werden. Jetzt panen wir einen Stausee… mehr dazu unter www.stausee.ofm.li
Bis jetzt läuft alles mehr oder weniger gut. Gewisse Projekte stehen einfach still, weil wir reichen Schweizer kein Geld zur Verfügung stellen. Vielleicht kannst du eine gute Spendensuchaktion ins Leben rufen… ich mach was ich kann… Die Projekte laufen recht gut, weil wir eine Franziskanerbruderschaft vor Ort haben, was auch eine recht grosse Garantie ist, dass die Sachen weiter gehen. Aber letztlich hängt es an einzelnen Menschen die Zeit, Wissen, Kraft und Geld zur Verfügung stellen.
Am aktuellsten ist das Projekt Stausee, wir machen jetzt gerade dir Risikostudien, d.h. Wir klären genau ab, ob es möglich ist einen Damm zu bauen, ob die Geologie stimmt und die soziale Verträglichkeit geregelt werden kann. Diese Studie kostet so um die 50-80tausend Franken. Zudem würden wir gerne eine Schule fertigstellen und ein Kinderheim mitfinanzieren… also Arbeit hätte es genug…
Durch Spenden, vielleicht hast du noch eine Idee wie man es sonst machen könnte…
Die Meisten sind Dankbar, mache erhoffen sich halt mehr. Es ist ganz heikles Thema die Entwicklungshilfe. Früher war es Almosen geben. Heute heisst es Hilfe zu Selbsthilfe… was eben viel schwieriger oder aufwendiger ist. Ideal ist es wenn die Leute den Eindruck haben, wir haben alles selber gemacht, jemand hat evlt. etwas ans Material gegeben oder mit uns das Projekt erarbeitet… Das ist der Idealfall, aber oft muss man halt Kompromisse machen.
Es ist wie bei alle Chancen im Leben. Sie werden uns gegeben, wenn wir etwas daraus machen, kommt die nächste grössere Chance usw… oder wie wir im Lukasevangelium lesen.
25:14 Es ist wie mit einem Mann, der auf Reisen ging: Er rief seine Diener und vertraute ihnen sein Vermögen an.
25:15 Dem einen gab er fünf Talente Silbergeld, einem anderen zwei, wieder einem anderen eines, jedem nach seinen Fähigkeiten. Dann reiste er ab. Sofort
25:16 begann der Diener, der fünf Talente erhalten hatte, mit ihnen zu wirtschaften, und er gewann noch fünf dazu.
25:17 Ebenso gewann der, der zwei erhalten hatte, noch zwei dazu.
25:18 Der aber, der das eine Talent erhalten hatte, ging und grub ein Loch in die Erde und versteckte das Geld seines Herrn.
25:19 Nach langer Zeit kehrte der Herr zurück, um von den Dienern Rechenschaft zu verlangen.
25:20 Da kam der, der die fünf Talente erhalten hatte, brachte fünf weitere und sagte: Herr, fünf Talente hast du mir gegeben; sieh her, ich habe noch fünf dazugewonnen.
25:21 Sein Herr sagte zu ihm: Sehr gut, du bist ein tüchtiger und treuer Diener. Du bist im Kleinen ein treuer Verwalter gewesen, ich will dir eine große Aufgabe übertragen. Komm, nimm teil an der Freude deines Herrn!
25:22 Dann kam der Diener, der zwei Talente erhalten hatte, und sagte: Herr, du hast mir zwei Talente gegeben; sieh her, ich habe noch zwei dazugewonnen.
25:23 Sein Herr sagte zu ihm: Sehr gut, du bist ein tüchtiger und treuer Diener. Du bist im Kleinen ein treuer Verwalter gewesen, ich will dir eine große Aufgabe übertragen. Komm, nimm teil an der Freude deines Herrn!
25:24 Zuletzt kam auch der Diener, der das eine Talent erhalten hatte, und sagte: Herr, ich wußte, daß du ein strenger Mann bist; du erntest, wo du nicht gesät hast, und sammelst, wo du nicht ausgestreut hast;
25:25 weil ich Angst hatte, habe ich dein Geld in der Erde versteckt. Hier hast du es wieder.
25:26 Sein Herr antwortete ihm: Du bist ein schlechter und fauler Diener! Du hast doch gewußt, daß ich ernte, wo ich nicht gesät habe, und sammle, wo ich nicht ausgestreut habe.
25:27 Hättest du mein Geld wenigstens auf die Bank gebracht, dann hätte ich es bei meiner Rückkehr mit Zinsen zurückerhalten.
25:28 Darum nehmt ihm das Talent weg und gebt es dem, der die zehn Talente hat!
25:29 Denn wer hat, dem wird gegeben, und er wird im Überfluß haben; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er hat.
25:30 Werft den nichtsnutzigen Diener hinaus in die äußerste Finsternis! Dort wird er heulen und mit den Zähnen knirschen.
Mir bringt es viele neue Erfahrungen, liebevolle Kontakte, ich lerne und erlebe viel, viel mehr wie wenn ich Ferien machen würde. Ich erlebe viele Menschen die grosszügige Herzen haben, es entstehen Initiativen von Schülern oder andern Menschen um Geld für Afrika zu finden… Aber viel wichtiger ist es, ich folge meiner Berufung da es nicht einen Job ist den ich für Geld mache. Ich verdiene bei dem Ganzen keinen Rappen.
Indirekt schon, aber dort wo jemand schon etwas macht muss ich ja nicht auch noch was machen. Es gibt soviele Orte die von uns fast vergessen sind.
Die Armut ist eine heikle frage. Denn auch Armut beginnt und endet zuerst im Kopf. Menschen die Arm sind leben oft aus dem Vakuum heraus. Wenn sie was bekommen behalten sie alles ängstlich für sich und verlieren wieder alles wie jener der das Talent vergraben hat. Oder sie schauen eifersüchtig auf die die mehr haben. Würden sie auf das schauen was sie haben und es auch teilen mit denen die auch nicht viel haben, würde sich das wenige vermehren… es ist ein Gesetz des Universums, denn Gott hätte für alle vollkommen genug.
Lk 6:38 Gebt, dann wird auch euch gegeben werden. In reichem, vollem, gehäuftem, überfließendem Maß wird man euch beschenken; denn nach dem Maß, mit dem ihr meßt und zuteilt, wird auch euch zugeteilt werden.
In den Herzen der Menschen, dass sie lernen, das echte Solidarität uns alle zufrieden und reichmachen könnte. Jeder ist gerufen in dem Masse die Liebe und Gaben zu teilen wie sie ihm jetzt zur Verfügung stehen. Wenn Jesus Christus als der Lebendige in unser Bewusst sein komme kann, dann sieht man auch, was man teilen kann. Niemand hat sowenig, dass er nichts mehr teilen könnte.
Gebet, Zeit, Aktionen, Spenden und vielleicht hast du noch konkrete weitere Ideen…